Nafisa Goga d’Souza: Konsumismus ist keine Option für die Zukunft
Mittwoch, 16. Dezember 2009 20:00

Nafisa Goga d’Souza (Foto: Brot für die Welt)
INECC wurde gegründet, um das Thema Klimawandel und insbesondere dessen Folgen für lokale Gemeinschaften aufzuarbeiten, diese für die kommenden Probleme zu sensibilisieren und durch die Förderung von klimafreundlichen Technologien einen eigenen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.
Die indische Menschenrechtlerin und Ökologin Nafisa Goga d’Souza arbeitet seit vielen Jahren im Bereich der sozialen Arbeit und hat zusammen mit ihrem Mann 1996 das Laya Ressource Center gegründet, das sich vor allem der Arbeit mit den indischen Ureinwohnern verschrieben hat. Die Mutter zweier erwachsener Söhne und Muslima engagiert sich zudem stark im Bereich des Weltkirchenrates.
Indien war weltweit einer der ersten Staaten, der 1976 die Verpflichtung zum Umweltschutz in der Verfassung festschrieb. Bis zum Jahr 2020 will das Land den so genannte Emissionsfaktor um 20 bis 25 Prozent absenken, erklärte Umweltminister Jairam Ramesh Anfang Dezember vor dem Parlament in Neu Delhi.

Brot für die Welt hat einige internationale Gäste aus Partnerprojekten nach Kopenhagen eingeladen, die wir hier in loser Folge vorstellen. Vor Ort können Pressetermine mit den Partnern verabredet werden. Wenden Sie sich dafür an Thomas Hirsch (Klimaexperte von Brot für die Welt), Mobil 0049 172 625 92 07, Norbert Glaser (Presse), 0049 178 / 824 05 11
Fragen an: Nafisa Goga d’Souza
F: Welche Folgen hat der Klimawandel für Indien?
A: In Indien bedrohen steigende Temperaturen die Lebensgrundlage von 600 Millionen Armen. Wenn die globale Erwärmung weiter geht, droht eine massive Verschärfung von Hunger und Armut, da die Getreideproduktion aufgrund der steigenden Temperaturen zurückgehen wird.
F: Was können die Deutschen tun, um Sie bei der Anpassung an den Klimawandel zu unterstützen?
A: Die Menschen sollten sensibler werden, hinsichtlich Ihres Verhaltens und was das für Folgen für Andere hat, insbesondere die Armen. Der heutige Lebensstil lässt sich nicht fortführen. Der Konsumismus ist keine Option für die Zukunft.
F: Was wird am Ende bei den Verhandlungen in Kopenhagen herauskommen?
A: Es wird so viel über leadership geredet. Bislang hat man davon bei Obama in der Klimapolitik noch nicht viel gesehen. Wir hoffen, er macht es besser als sein Vorgänger und schlägt einen anderen Weg ein.
Thema: Armut | Kommentare (0) | Autor: Norbert Glaser




