Teil 12 – Klima und Gerechtigkeit

clock_countdown_seitemaikeDie Folgen des Klimawandels betreffen alle Regionen der Welt. Doch besonders stark leiden auch heute schon arme Länder unter den veränderten Klima- und Umweltbedingungen, obwohl sie selbst kaum Treibhausgase emittieren.

Stärker werdende Hitzewellen und Regenperioden, Stürme und Waldbrände, Dürren und Überschwemmungen, das Aussterben von Tierarten, der Anstieg des Meeresspiegels, mehr Hungersnöte, gigantische Flüchtlingsströme und letztendlich Kriege um Nahrung und Wasser werden unsere Welt prägen, wenn der Ausstoß von Treibhausgasen nicht minimiert wird und die Menschen in den Industrieländern nicht lernen, ihren Lebensstil zu ändern.

Kann man es als gerecht bezeichnen, wenn die reichen 20% der Weltbevölkerung rund 80% der natürlichen Ressourcen der Erde für sich beanspruchen?

Nein, kann man nicht!

Die nördlichen Industrieländer leben auf Kosten des armen Südens! Aber genau deswegen sind die Industrienationen dazu verpflichtet, am meisten zu leisten, um den Klimawandel zu begrenzen, und die Entwicklungsländer zu unterstützen, sich dem Klimawandel und seinen Folgen anzupassen! Auch wenn es Interessenkonflikte gibt und geben wird, wenn die Industrienationen ihren existierenden Lebensstandard und das Wirtschaftswachstum erhalten wollen und die Entwicklungs- und Schwellenländer ihren Lebensstandard dem westlichen Niveau anpassen wollen, muss es eine Lösung geben!

Es fängt ja schon beim einzelnen Menschen an, der anstatt des Autos auch das Rad benutzen kann, der statt Weintrauben auch regionale Produkte essen kann, der statt normaler Baumwollkleidung Biobaumwollkleidung tragen kann, der statt Fleisch auch vegetarisch leben kann. Es gibt so viele Beispiele, wie ein einzelner Mensch seinen CO2-Ausstoß verringern kann, und ich hoffe, ich habe Ihnen mit meinem Tagebuch einige Tipps an die Hand geben können. Es ist nämlich gar nicht schwer, eine Klimaschützerin zu sein.

Klimagerechtigkeit ist dann wirklich, wenn global bis 2050 die Treibhausgasemissionen auf etwa 2 Tonnen CO2 pro ErdenbürgerIn und Jahr reduziert werden. In Deutschland liegt man momentan bei etwa 10 Tonnen. Sie sehen also, es ist noch viel zu tun. Und ich hoffe, dass – auch wenn Frau Merkel erst vor ein paar Tagen sagte, dass sie nicht mehr daran glaubt – in Kopenhagen ein internationales Abkommen getroffen werden kann, bei dem Deutschland trotzdem eine Vorreiterrolle einnehmen kann.

Dafür sind aber auch Sie gefragt. Nehmen Sie an Aktionen rund um Kopenhagen teil. Sei es bei Ihnen in der Region oder demonstrieren Sie friedlich direkt in Kopenhagen, um ein Zeichen zu setzen für eine (klima-)gerechte Welt!

Autor: Maike Peters
Datum: Freitag, 18. Dezember 2009 1:00
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