Teil 10 – Klima und Winter

Die Winterzeit hat vor kurzem begonnen: Es ist ziemlich kalt in meinem kleinen 15 Quadratmeter großen Apartment. Also heize ich. Denn in Deutschland muss man ja nicht frieren! Doch ich will ja auch auf frische Luft in meinem Zimmer nicht verzichten. Deswegen habe ich das Fenster auf Kipp, wenn die Heizung nicht an ist.

Aber: Wie heize ich also meinen kleinen Raum effizient, sodass ich einerseits nicht frieren muss andererseits aber auch frische Luft habe?

Ich habe mir eine Woche lang Tipps der Kampagne „Klima sucht Schutz“ zu Herzen genommen und direkte Veränderungen festgestellt:

(Foto: Konstantin Gastmann/pixelio.de)

(Foto: Konstantin Gastmann/pixelio.de)

1.) Anstatt Fenster ständig zu kippen, wie ich es bisher immer tat, sollte man besser Stoßlüften. Bei ständig gekipptem Fenster wird die Luft ungenutzt direkt nach draußen geleitet und man hat vom vielen, teuren Heizen nichts. Wenn ich aber dreimal am Tag, sowie nach dem Kochen und Duschen, fünf Minuten lang das Fenster weit geöffnet hatte und die Thermostatventile geschlossen hielt, verbesserte sich das Raumklima. Die Luft war spürbar besser und es roch nicht mehr so muffelig. In einer 50 Quadratmeterwohnung spart man alleine durch das richtige Lüften schon 140€ im Jahr! Und das ist ja eine Menge! In meiner 15 Quadratmeter-Wohnung könnte ich etwa 40€ einsparen und natürlich wird auch weniger CO2 in die Luft gepustet. Also ist richtiges Lüften gut fürs Klima! Und richtiges Lüften ist eine Maßnahme, die man sehr gut in den normalen Alltag einbauen kann und die einfach zur Routine wird.

2.) Die Hälfte meines Tages bin ich im Büro. Also schalte ich die Heizung aus! Bisher habe ich sie nämlich immer angelassen, damit es kuschelig warm in meinem Zimmer ist, wenn ich von der Arbeit komme. Nachdem mir aber bewusst geworden ist, wie schnell meine Heizung warm wird, indem ich einfach mal mit einer Uhr die Zeit gemessen habe, schalte ich sie jeden Morgen aus, bevor ich das Zimmer verlasse. Wenn ich nach 7 Stunden wiederkomme, schalte ich die Heizung an, wenn es zu kalt ist und das Thermometer unter 15 Grad gefallen ist (was bisher noch nicht passiert ist). Meistens beträgt die Raumtemperatur 19-20 Grad und nicht wie fast überall üblich 23 Grad. Denn jeder Grad weniger spart etwa sechs Prozent der Heizenergie. Ich bin saisongerecht, also mit Pulli bekleidet (und nicht mehr mit T-Shirts): Ich überheize dadurch meine Wohnung nicht und schwäche durch das übermäßige Heizen auch nicht meine eigenen Abwehrkräfte. Nachts schließe ich Fenster, Vorhänge und Türen; durch zwei Decken heize ich auch über Nacht nicht mehr.

(Foto: Gesa D./pixelio.de)

(Foto: Gesa D./pixelio.de)

3.) Ich dusche jeden Morgen und selbst als Klimaschützerin möchte ich nicht kalt duschen. Also habe ich mir einen Wasserspar-Duschkopf besorgt, der meist schon ab 20€ erhältlich ist. Ich dusche täglich etwa 15 Minuten (vielleicht ein wenig zu lang; das muss ich wohl eingestehen). Aber durch den Sparduschkopf spare ich schon etwa 36.000 Liter Wasser und etwa 100 € pro Jahr. Der CO2-Ausstoß wird um etwa 640 kg im Jahr reduziert.

Ich spare also Heizkosten und verringere den CO2-Ausstoß durch kleine, einfache Maßnahmen wie richtiges Lüften, ein Thermometer für die Raumtemperatur, saisongerechtes Kleiden und einen Sparduschkopf. Wie leicht Klimaschutz doch sein kann!

Morgen geht es weiter mit dem Thema „Klima und Arbeit im Büro: Recyclingpapier“.

Autor: Maike Peters
Datum: Mittwoch, 16. Dezember 2009 1:00
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