Teil 8 – Klima und Energie: Klima und Atomstrom

(Foto: Dirk Schmidt/pixelio.de)
Dann kommt noch dazu, dass es in Deutschland gar kein Uran gibt. Wir wären wieder abhängig von anderen Ländern, die uns das Uran zur Verfügung stellen! Wollen wir das wirklich?! Ich möchte das nicht! Deswegen plädiere ich für Ökostrom aus Wind, Wasser, Sonne, Biomasse.
Auch die Unfallrisiken und Gesundheitsrisiken sind extrem hoch. Denken wir an der Super-Gau von Tschernobyl stellen wir fest, dass besonders menschliches Fehlverhalten und Fehler in der Konstruktion des Reaktors dazu geführt haben, dass große Mengen radioaktiver Strahlung in die Luft geschleudert wurden und sich verteilten. Ganze Gebiete wurden radioaktiv verseucht und Menschen starben dadurch bzw. sind nach Jahren an den Folgen der Bestrahlung gestorben sind, weil schon kleine Mengen von Strahlung Krebs verursachen – und dies ist Tatsache und durch mehrere Studien bewiesen!
Je näher zum Beispiel ein Kind an einem Atomkraftwerk wohnt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass es an Krebs oder Leukämie erkrankt (Studie des Deutschen Kinderkrebsregisters in Mainz).

Reaktorblock Tschernobyl 2006 (Foto: Carl Montgomery/flickr.com)
Durch das Unglück mussten viele Menschen ihre Heimat verlassen: Man sagt, dass heute überwiegend ältere Menschen zum Sterben in ihre Heimat zurückkehren. Die restliche Bevölkerung lebt heute in einem Vorort von Kiew oder in Slawutitsch.
Heute wären wir überhaupt nicht vorbereitet, wenn es eine solche Katastrophe in Deutschland geben würde. Deutschland ist viel dichter besiedelt als Weißrussland. Es wäre eine Räumung von drei bis sechs Millionen Menschen notwendig, wenn man die Situation von Tschernobyl auf Deutschland überträgt. Überlegen Sie selbst, ob dies möglich wäre! Ich sage eindeutig nein! Wie soll es möglich sein innerhalb kürzester Zeit so viele Menschen zu räumen und ihnen ein neues zu Hause zu bieten.
Lassen Sie sich auch nicht durch den billigeren Preis, den Sie für Atomstrom bezahlen, täuschen! Er ist nur billiger, weil er mit gewaltigen Subventionen gestützt wird. Das liegt daran, dass Atomkraftwerke bis heute im Gegensatz zu Öl und Gas keine risikogerechte Haftpflichtversicherung abschließen müssen und weil das Uran nicht besteuert ist. Die meisten der noch laufenden Atomreaktoren sind außerdem abgeschrieben; das hoffe ich zumindest angesichts des Ausgangs der Bundestagswahl. Denken Sie auch an die gesundheitlichen Folgen, die Radioaktivität auf Sie hätte! Und denken Sie daran: Noch immer weiß man nicht genau, wo und wie man hochradioaktiven Müll lagern soll! Außerdem: Je mehr Atomkraftwerke, desto mehr Plutonium! Das heißt wiederum, es wird leichter, sich Plutonium für den Bau von Atomwaffen zu besorgen!
Sagen Sie NEIN zur Atomkraft! So wie viele andere KlimaschützerInnen!
Morgen geht es weiter mit dem Thema „Klima und Energie: Strom sparen zu Hause“.
Montag, 14. Dezember 2009 12:42
Hallo liebe Maike
Dein Blog ist richtig gut!!
Habe in der Kirchenzeitung einen Artikel mit Hinweis darauf, aber auch über Anne Holthaus, das FÖJ und Dich geschrieben.
Erscheint am 20. 12. in DIE NORDELBISCHE Seite 26
schau doch mal rein
herzlicher Gruß
Klaus-Henry
Montag, 14. Dezember 2009 17:49
Hej hej Maike
Dein Blog gefällt mir bisher tatsächlich sehr gut! Wie lange verwendest du so insgesamt, mit Schreiben und Recherche, für jeden Artikel? Interessiert mich.
Mit lieben Grüßen, mach weiter so -
Judith R.~
Donnerstag, 17. Dezember 2009 12:53
Geschätzte Bloggerin,
ich empfinde Ihre Gedanken als wohltuend. Gerade in schwierigen Zeiten ist es wichtig, die Leute auf die drängesten Probleme unseres Planten aufmerksam zu machen. Und das Salz in den Augen durch Medien und Lobbyverbände auszuwaschen. Es ist auch Mut nötig um gegen bestehendes anzukämpfen, wenn dieses nicht nachhaltig ist. Ich setze mich für gleiches in der Schweiz ein. Lassen wir uns nicht unterkriegen und schreiben weiter Genossin, den jedes Wort ist ein friedliches mittel in einem unfairen Kampf.
(PS: darf ich sie in meinem blog verlinken?)
Beste Grüsse
Philippe