Teil 7 – Klima und Energie: Klima und fossile Brennstoffe

(Foto: Gerd Pfaff/pixelio.de)

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CO2 trägt unverkennbar am meisten zum anthropogenen (vom Menschen gemachten) Treibhauseffekt bei:
Wir emittieren riesige Mengen durch den Verbrauch fossiler Brennstoffe wie Kohle, Erdöl und Erdgas. Und das CO2 verbleibt lange in der Atmosphäre.

Fossile Brennstoffe sind aus abgestorbenen Pflanzen und Tieren weit unter dem Boden oder am Meeresgrund entstanden. Die meisten CO2-Emissionen sind natürlich: CO2 bewegt sich in einem Kreislauf zwischen Atmosphäre, Ozeanen und Vegetation der Erdteile.
Mit der Verbrennung fossiler Brennstoffe fügen wir jedoch der Atmosphäre weiteres CO2 zu, das sonst nie dorthin gelangt wäre, weil Kohle tief im Erdinneren liegt.

Die größten Erzeuger von Treibhausgasen sind die Industrieländer, allen voran die USA (20 Tonnen pro Kopf pro Jahr) mit den höchsten CO2-Emissionen, gefolgt von Australien (17 Tonnen pro Kopf pro Jahr) und Russland (16 Tonnen pro Kopf pro Jahr). An vierter Stelle mit 11 Tonnen pro Kopf und Jahr kommt dann Deutschland.
Der Hauptteil der Emissionen kommt aus dem Energiesektor, gefolgt von Transport, Industrie und Haushalten.

(Foto: Kurt F. Domnik/pixelio.de)

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Braunkohle ist der größte „Klimakiller“: Für den Abbau wurde großflächig das Grundwasser abgesenkt, Menschen wurden vertrieben, die Feinstaubbelastung war und ist sehr hoch und das freigesetzte CO2 bei der Verbrennung trägt wesentlich zum Klimawandel bei. Selbst das modernste Kraftwerk stößt 800 Gramm CO2 pro Kilowattstunde aus. Zum Vergleich: ein modernes Gaskraftwerk stößt 370 Gramm CO2 pro Kilowattstunde aus – ein Windpark erreicht 24 Gramm CO2 pro Kilowattstunde. Alleine diese Zahlen sind erschreckend.

Erdöl verbrennt sauberer als Kohle, hat aber ebenso sehr große Nachteile: Man ist zunehmend abhängig von „Erdölförderern“ aus dem Nahen Osten. Sie diktieren die Preise und bestimmen die Fördermenge. Somit üben sie auch großen Einfluss auf die Wirtschaft aus. Es kommt immer wieder zu Tankerunglücken oder aus einem Bohrloch tritt Rohöl aus, wie das aktuelle Beispiel aus Australien zeigt: Das Öl ist zunehmend gefährlich für die dort ansässigen Tiere wie kleine Schwertwale oder Schlankdelphine. 10 Wochen dauert es nun an. Doch in der australischen Regierung interessiert sich keiner dafür!

Erdgas hat einen höheren Wirkungsgrad als Öl und Kohle und es wird auch nicht so viel CO2 in die Atmosphäre emittiert, jedoch immer noch so viel, dass es eine immense Auswirkung auf den Klimawandel hat. Es gibt in manchen öffentlichen Nahverkehren Erdgasbusse und auch die Post setzt auf Erdgasautos. Denn es verursacht bis zu 23 % weniger CO2 als Benziner.

Aber man muss immer bedenken: Die weltweiten Reserven sind begrenzt. Sie betragen nach derzeitigen Schätzungen etwa 42 Jahre für Erdöl, 65 Jahre für Erdgas und für Kohle etwa 200 Jahre.

Die Industrie muss sich nach Alternativen umsehen, und da ist auch der/die EndverbraucherIn gefragt! Je höher die Nachfrage nach Ökostrom und sein Bezug, desto höher sind die Chancen, dass auch die letzten verstehen, wie wichtig erneuerbare Energien für das Erreichen der deutschen Klimaziele sind und schlussendlich auch wie wichtig erneuerbare Energien für unsere Zukunft sind!

Morgen geht es weiter mit dem Thema „Klima und Energie: Klima und Atomstrom“.

Autor: Maike Peters
Datum: Sonntag, 13. Dezember 2009 1:00
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