Teil 5 – Klima und Mobilität: Bus, Bahn, Auto und das liebe Klima

(Foto: Th. Schaack)
Ich glaube, ich muss meine Einstellung zum Rad dringend verändern, um meine CO2-Emissionen zu minimieren. Denn das Rad verbraucht am wenigsten Energie (wenn man die Herstellung mit einbezieht), und man kommt ja auch viel schneller voran als mit dem Auto. Nur die Hemmschwelle ist natürlich groß, wenn das Wetter gerade nicht so doll ist. Dann steige ich lieber auf den Bus um: Doch ein Bus für eine so kurze Strecke von 2,5km?!?! Das würde einen immensen CO2-Ausstoß bedeuten. Busse lohnen sich eher um auf Mittelstrecken Städte zu verbinden. Dort sind sie mit Abstand das umweltfreundlichste und meist auch günstigere Verkehrsmittel. Der Verbrauch eines durchschnittlich besetzten Reisebusses beträgt pro Fahrgast gerade einmal die Hälfte des Energieverbrauchs der Bahn.
Apropos Bahn:
Die Bahn ist ja auch ein tolles Verkehrsmittel. Man kann viel mit ihr sparen, sowohl was das Finanzielle angeht als auch was klimaschädliche Emissionen angeht.
Einzelfahrten ohne Preisnachlässe kosten bei der Bahn zwischen 13 und 20 Cent pro Kilometer (wenn man die vergleichbaren Autostrecken als Entfernung zugrunde legt).
Zum Vergleich: Die echten Kosten pro Kilometer betragen bei einer Autofahrt schnell 30 Cent oder auch mehr. Die Bahn verbraucht pro Person und Kilometer die Energiemenge von rund 2,9 Litern Treibstoff. Die Energie wird in Form von Strom bereitgestellt. Wermutstropfen dabei ist, dass der Strommix der Bahn immer noch “umwelt- und klimaschädlicher als der Strommix in den öffentlichen Netzen” ist, wie es in einem Antrag des deutschen Bundestages vom Februar 2009 heißt.

(Foto: Viktor Mildenberger/pixelio.de)
Sparen in Sachen Mobilität können Sie übrigens auch sehr gut. Wenn Sie in Gruppen reisen, gibt es sparsame Gruppentickets. Sie können früh buchen, wenn sie wissen, dass Sie weg fahren. Die Internetbuchung ist günstiger als beim Schalter der DB. Am Wochenende und in den Ferien gibt es häufig Sonderangebote und eine Bahncard lohnt sich auch schon nach wenigen Fahrten.
So schlecht, wie die Bahn immer zu gemacht wird, ist sie also gar nicht.
Das Auto, wozu ich jetzt kommen möchte, verursacht die zweitgrößten Kosten in einem deutschen Haushalt und ist zudem für den höchsten CO2-Ausstoß in Deutschland verantwortlich. Ich zum Beispiel besitze keinen Führerschein und möchte auch keinen machen. Solange es bessere Alternativen gibt, die erreichbar sind, wie eben die Bahn oder das Fahrrad, ist ein Auto der größte Klimafehler, den man machen kann. In der Hamburger City zum Beispiel brauche ich kein Auto, weil ich erstens gar keinen Parkplatz bekomme und zweitens da so viele Autos fahren, dass immer Stau ist. Dann nehme ich doch lieber die U-Bahn und fahre bequem, kann nebenbei noch lesen. Für kurze Strecken in der Innenstadt, wo ich mich meistens aufhalte, lohnt sich ein Auto einfach nicht. Und wenn Sie doch nicht auf ein Auto verzichten können, dann beherzigen Sie doch ein paar kleine Tipps, um die Umwelt zu schonen:
- Bilden Sie Fahrgemeinschaften
- Stellen Sie im Stand den Motor aus. Dann verbraucht er weniger.
- Schalten Sie Spritfresser wie Klimaanlage, elektronische Heckscheibe aus, wenn Sie diese nicht brauchen
- Fahren Sie vorausschauend. Sie sparen jede Menge Sprit und schonen die Umwelt.
Das sind so die wichtigsten Tipps, die auch ich als Auto-Laie und nur mal ab und zu Beifahrerin kenne.
Morgen geht es weiter mit dem Thema „Klima und Energie: Klima und Ökostrom“.