Teil 2 – Klima und Klamotten
Heute habe ich mir neue Klamotten gekauft; muss ja auch mal sein:)
Die Waschmaschine des UmweltHauses war eine ganze Weile kaputt. Da habe ich erst gemerkt, dass ich sooo viele Klamotten gar nicht besitze.
Also gehe ich unbedacht in ein Geschäft und suche natürlich zuallererst nach günstiger Markenware. Auf eine gewisse Qualität achte ich schon, nur möglichst günstig soll es sein. Auf Umweltaspekte habe ich bei meinem Klamottenkauf bisher nie geachtet. Dass alleine durch die Produktion eines Baumwoll-T-Shirts durchschnittlich 4100 Liter und durch die Produktion einer Jeans 8000 Liter Wasser verbraucht werden, wusste ich einfach nicht. Ich war mir nicht bewusst, welche Produktionsschritte eigentlich dahinter stecken, bis das fertige T-Shirt im Laden zum Verkauf liegt. Besonders der Baumwollanbau (oft in Indien) und die Färbung sind sehr wasserintensiv. Dabei leidet die indische Bevölkerung zum Teil stark unter Wasserarmut.

Eines der vielen Bio-Cotton-Label
Die Biobaumwolle ist folglich insgesamt gut für Mensch und Klima.
Der Nachteil: Das Zertifikat garantiert zwar, dass der Pullover aus Biobaumwolle ist, aber es garantiert keine Sozialstandards wie keine Kinderarbeit und faire Löhne.
Jedoch ist der Biopullover nur einen Euro teurer als der normale Pullover:
Wer würde also nicht den Biopullover kaufen?
Und so sieht das Fairtrade Siegel für Baumwolle aus!
Natürlich ist der Biopullover immer noch nicht das Wahre für eine Klimaschützerin. Wie gesagt, es werden keine Sozialstandards garantiert: Aber auch dafür gibt es eine Lösung: „Fair Trade“- Pullover.
Bei allen Pullovern, die ich erwerbe und die dieses Logo tragen, werden die Einhaltung der Menschenrechte, das Verbot von Kinderarbeit und Sklaverei in der Produktion garantiert. Außerdem bekommen die ProduzentInnen einen festgelegten „fairen“ Preis, der ihre Existenz sichert. Pestizide und Mineraldünger sind verboten, auch wenn der biologische Anbau nicht garantiert ist (meistens wird aber auch biologisch angebaut). Als Dünger wird immer Naturdünger wie Kompost und Mist verwendet. Das bedeutet zusätzliche Biomasse. Das in dem Kompost gebundene CO2 gelangt in den Boden und wird dort als Humus gebunden, also nicht in die Atmosphäre freigesetzt. Mehr Humus, weniger Klimaerwärmung:)
Also: Ich setze auf „Fair Trade“ – Klamotten! Und Sie? Natürlich ist sie teurer als normale Klamotten im Laden, aber dann kauft man mit Bedacht weniger. Man braucht ja nicht jeden Monat einen neuen Pullover.
Morgen geht es weiter mit dem Thema „Klima und Ernährung“.