Teil 1 – Klimawandel: Die Ausgangslage

Klimaschwankungen gab es schon immer. Schon vor 50 Millionen Jahren gab es eine globale Erwärmung und die Meerestemperatur stieg schlagartig um 5 Grad an. Für viele Arten bedeutete dies der sichere Tod. Vor 20.000 Jahren erlebte die Erde ihre letzte Eiszeit: Klimaänderungen sorgten immer wieder dafür, dass sich das Eis mal zurückzog und mal ausdehnte.

Vor 10.000 Jahren endete die Eiszeit. Das Klima war milder und innerhalb dieser Jahre entwickelte sich die menschliche Kultur: Landwirtschaft wurde betrieben, Städte wurden gebaut.
Diese Klimaveränderungen hatten jedoch natürliche Ursachen und teilweise hatten Pflanzen und Tiere Zeit, sich an die neuartigen Bedingungen anzupassen.

Temperaturanstieg und Treibhausgase in den letzten 100 Jahren (Grafik: Global warming art/wikipedia)

Temperaturanstieg und Treibhausgase in den letzten 100 Jahren (Grafik: Global warming art/wikipedia)

Heute jedoch ändert sich das Klima sehr rasch durch menschliche Einflüsse:
Wir nutzen fossile Brennstoffe, holzen Wälder ab und betreiben Landwirtschaft industriell. Wir setzen immer größere Mengen Treibhausgase frei (und damit meine ich nicht nur das “böse” CO2, sondern auch Methan, Lachgas und Fluorchlorkohlenwasserstoffe). Besonders die Konzentration des Kohlenstoffdioxids in der Luft ist besorgniserregend: Vor der industriellen Revolution war die CO2-Konzentration in der Atmosphäre noch bei 280 ppm („Parts per million“ = Teilchen pro Million), heute ist die Konzentration bei fast 390 ppm. Nach Ansicht vieler WissenschaftlerInnen und KlimaexpertInnen liegt die Höchstgrenze für eine ungefährliche CO2 Konzentration bei 350 ppm.
Die globale Durchschnittstemperatur ist seit 1900 bereits um 0.8 Grad Celsius gestiegen, und wenn wir keine Gegenmaßnahmen ergreifen, wird die durchschnittliche Temperatur bis zur Jahrhundertwende um 3 bis 5 Grad ansteigen.
Die Folgen sind absehbar:

  • Das Polareis schmilzt und das Wasser dehnt sich aus: Dies führt zum Anstieg des Meeresspiegels. Kleine Inselstaaten wie die Malediven oder Tuvalu verschwinden
  • Der Säuregehalt der Ozeane steigt: Das führt dazu, dass Korallen keine Kalkskelette mehr aufbauen können. Sie verenden.
  • Die Klimazonen verschieben sich: Wüsten breiten sich aus => Wärmeres Klima begünstigt die Ausbreitung von Krankheiten wie Malaria und Gelbfieber.
  • Steigende Temperaturunterschiede in der Atmosphäre sorgen für zunehmende Naturkatastrophen: Stürme, starke Niederschläge, Überschwemmungen; stärkere Hurrikane und Taifune.
  • Die Klimaflüchtlinge nehmen zu: Mehr als 20 Mio. Menschen werden auf der Flucht vor Naturkatastrophen sein.
  • Kriege um begrenzte Ressourcen wie Wasser werden folgen: Die Armen trifft es am härtesten, obwohl sie am wenigsten dafür können.

Nach Stand der Forschung könnten die riskantesten Folgen des Klimawandels noch abgewendet werden, wenn es gelingt, die globale Erwärmung auf zwei Grad Celsius (bei manchen wird auch 1,5 Grad Celsius diskutiert) zu begrenzen. Der Treibhausgasausstoß muss weltweit bis Mitte des 21. Jahrhunderts auf die Hälfte des Niveaus von 1990 gesenkt werden, auch wenn die Energienachfrage enorm zunimmt.

Deutschland hat große Ziele und will weltweit ein Vorreiter auf dem Gebiet Klimaschutz sein. Bis 2020 sollen 40% weniger CO2 in die Atmosphäre freigesetzt werden als 1990. Dies ist nur mit dem Umstieg auf erneuerbare Energien und einer Steigerung der Energieeffizienz machbar.

Doch auch wir persönlich können etwas für den Klimaschutz tun und das werde ich versuchen, mit dem Tagebuch aufzuzeigen: Es sind nicht nur immer die Politiker, die alles falsch machen;) Auch jeder und jede Einzelne kann ganz schön doof sein…  Denn gerade im Haushalt und Verkehr kann man seinen CO2-Ausstoß minimieren. Dazu mehr in den nächsten Tagen…

Morgen geht es weiter mit dem Thema „Klima und Klamotten“.

Autor: Maike Peters
Datum: Montag, 7. Dezember 2009 1:00
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