Die historische Verantwortung der Bundeskanzlerin

Bundeskanzlerin Angela Merkel (Foto: Bild von א (Aleph), http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5)

Bundeskanzlerin Angela Merkel (Foto: Bild von א (Aleph), http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5)

In einer Anzeige im Handelsblatt vom heutigen Tag haben 40 kirchliche Würden- und Amtsträger, darunter eine ganze Reihe von Landesbischöfen der Evangelischen Kirche in Deutschland sowie Direktoren von caritativen und entwicklungspolitischen Hilfsorganisationen der Evangelischen Kirche, die Bundeskanzlerin zu einer deutschen Führungsrolle bei den Klimaverhandlungen in Kopenhagen aufgerufen. Insgesamt haben sogar mehr als 70 Unternehmer, Bischöfe, Vorsitzende von Entwicklungs- und Umweltverbänden, Wissenschaftler und Prominente, den Appell unterschrieben.

In dem kurzen Text appellieren die UnterzeichnerInnen an die Bundeskanzlerin ihrer “historischen Verantwortung” gerecht zu werden. Allein die “historischen Emissionen” bedeuteten für ein Land wie Deutschland eine moralische Verpflichtung zum Handeln. Zudem seien positive Effekte für Arbeitsplätze in Deutschland zu erwarten. Insgesamt stünden die Chancen für eine Emissionsreduktion von bis zu 40% bis 2020 nicht schlecht. Von einem Staat wie der Bundesrepublik sei ferner zu erwarten, dass er zusätzlich zur ebenfalls dringend benötigten Entwicklungshilfe 7-10 Milliarden Euro jährlich zur Verfügung stelle, um Anpassungs- und Klimaschutzmaßnahmen in vom Klimawandel betroffenen Ländern zu finanzieren.

“Selten, vielleicht nie zuvor”, so Brot für die Welt in einer Pressemitteilung dazu, “hat eine so breite gesellschaftliche Koalition in Deutschland der Kanzlerin für eine Vorreiterrolle den Rücken gestärkt”.

Die Anzeige können Sie hier als pdf herunterladen!

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Autor: Thomas Schaack
Datum: Montag, 14. Dezember 2009 8:00
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